Darmflora

V. i. S. d. P.:
Dr. med. Thomas Braun B. AC.
Mitglied des Arbeitsausschusses Lehre der WFAS
Weiterbildungbefugter Arzt der Bayerischen Landesärztekammer (Akupunktur)

Tel.: 09976/1206
D-92444 Rötz, Praxisklinik (D-Arzt)
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Akupunktur und Darmflora

Die Darmflora besteht aus Bakterien im Darm, die durch DNA-Analyse identifiziert werden können. Bei Krankheiten wie Colitis ulcerosa oder Reizdarm verändert sich ihre Zusammensetzung. Bifidobacterium, Lachnospiraceae und Lactobacillus sind typisch für einen gesunden Darm, während Clostridium bifermentans, Escherichia coli und Bacteroides fragilis bei Entzündungen häufiger sind. Studien zeigen, wie Akupunktur und Moxibustion die Darmflora und Entzündungen verbessern.

Colitis ulcerosa und Entzündung (Wang XM et al.):
* Problem: Ratten mit Colitis ulcerosa hatten veränderte Darmflora, hohe IL12 und TNF alpha (Entzündungsstoffe).
* Lösung: Moxibustion an REN6, ST25 (Bauch) verbesserte die Darmflora und senkte IL12, TNF alpha.
* Bedeutung: Moxibustion lindert Entzündungen und gleicht die Darmflora aus.

Colitis ulcerosa und Flora-Schutz (Hou TS et al.):
* Problem: Ratten mit Colitis ulcerosa hatten kranke Darmflora und hohe Krankheitsaktivität.
* Lösung: Elektroakupunktur an ST25, ST36, ST37 (Bauch/Bein) reduzierte Krankheitssymptome und schützte die Darmflora.
* Bedeutung: Akupunktur stabilisiert die Darmflora bei Entzündungen.

Streß und Magengeschwüre (Xue T et al.):
* Problem: Ratten mit Streß-Magengeschwüren hatten hohe IL6, niedrige IL4 im Blut und veränderte Darmflora.
* Lösung: Akupunktur an REN12, ST36 (Bauch/Bein) senkte IL6, erhöhte IL4 und verbesserte die Darmflora, besser als Omeprazol.
* Bedeutung: Akupunktur hilft bei streßbedingten Darmproblemen.

Reizdarmsyndrom (Bao CH et al.):
* Problem: Ratten mit Reizdarm hatten niedrige Schmerzschwelle, veränderte Darmflora (weniger E. coli, mehr Lactobacillus, Bifidobacterium, Faecalibacterium), hohe IL1 beta, IL18, Myeloperoxidase, ASC, Caspase 1 im Darm, hohe crP im Blut.
* Lösung: Moxibustion an ST25, ST36 normalisierte diese Werte und die Darmflora.
* Bedeutung: Moxibustion lindert Reizdarm-Symptome und verbessert die Flora.

Arthritis und Darmflora (Zhu Y et al.):
* Problem: Ratten mit Arthritis hatten hohe IL1 beta, IL6, TNF alpha im Darm und veränderte Darmflora.
* Lösung: Moxibustion an BL23, ST36 (Rücken/Bein) senkte Entzündungsstoffe, reduzierte Symptome und normalisierte die Flora teilweise.
* Bedeutung: Moxibustion hilft bei Arthritis-bedingten Darmveränderungen.

Parkinson und Darmflora (Jang JH et al.):
* Problem: Mäuse mit durch Rotenon oder MPTP (Neurotoxine) ausgelöstem Parkinson hatten motorische und Angstprobleme, weniger dopaminerge Zellen (im Striatum/Substantia nigra) und eine gestörte Darmflora (z. B. Veränderungen bei Butyricimonas, Holdemania). Rotenon, ein Pestizid, beeinflusst nicht nur das Gehirn, sondern auch die Darmflora, was die Symptome verschlimmert.
* Lösung: Akupunktur an GB34 und ST36 (Bein) erhöhte die Anzahl dopaminerger Zellen, verbesserte motorische/psychische Symptome und normalisierte die Darmflora teilweise.
* Bedeutung: Akupunktur steigert Dopamin und verbessert die Darmflora, was bei Parkinson hilft. Rotenon als Modellstoff verschlechtert die Flora zusätzlich.

Diabetes und Stoffwechsel (Ding L et al.):
* Problem: Diabetische Ratten hatten hohe Blutzucker, Insulin, GPT, GOT, Cholesterin, Triglyceride, Lebergewicht, niedrige Glukosetoleranz, veränderte Darmflora.
* Lösung: Elektroakupunktur an GB26, REN12, ST36, ST40 (Taille/Bauch/Bein) kehrte diese Werte um und verbesserte die Darmflora.
* Bedeutung: Akupunktur reguliert Stoffwechsel und Darmflora.

Fettleibigkeit und Entzündung (Zhou YD et al.):
* Problem: Fettleibige Ratten hatten hohe IL6, TNF alpha, Körpergewicht, Nahrungsaufnahme und veränderte Darmflora.
* Lösung: Elektroakupunktur an er Kombination ST36, ST40, REN12, ST25, REN4 normalisierte diese Werte und die Flora.
* Bedeutung: Akupunktur reduziert Fettleibigkeit und Darm-Entzündungen.

Magengeschwüre und Flora (Li X et al.):
* Problem: Mäuse mit alkoholinduzierten Magengeschwüren hatten Gewebeschäden, veränderte Darmflora und niedrige Dopamin-Werte im Blut.
* Lösung: Elektroakupunktur an ST36 (Bein) erhöhte Dopamin, verbesserte die Darmflora und linderte Gewebeschäden; LI10 war weniger effektiv.
* Bedeutung: Dopamin fördert die Darmgesundheit, und Akupunktur steigert seinen Spiegel.

Schlaganfall und Fettsäuren (Ke X et al.):
* Problem: Ratten nach Schlaganfall hatten Infarktschäden, motorische Probleme, niedrige SCFAs (kurzkettige Fettsäuren wie Essigsäure, Propionsäure).
* Lösung: Elektroakupunktur an LI11, ST36 (Arm/Bein) verbesserte Symptome und erhöhte SCFAs.
* Bedeutung: Akupunktur fördert nützliche Fettsäuren im Darm.

Streßinkontinenz (Li C et al.):
* Problem: Ratten mit Stressinkontinenz hatten niedrigen Blasendruck/Kapazität und veränderte Darmflora.
* Lösung: Elektroakupunktur an BL23, BL35 (Rücken) verbesserte Blasendruck/Kapazität und die Flora; Nicht-Akupunkturpunkte (Scheinakupunktur) wirkten nicht.
* Bedeutung: Akupunktur lindert Inkontinenz über die Darmflora.

Akupunktur und Moxibustion an Punkten wie ST36, ST25, REN12, REN6, BL23, GB34, LI11, ST40, REN4 verbessern die Darmflora bei Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, Reizdarm, Parkinson, Diabetes, Fettleibigkeit oder Magengeschwüren. Sie fördern gesunde Bakterien (Bifidobacterium, Lactobacillus), senken Entzündungsstoffe (IL12, TNF alpha, IL6, IL1 beta) und regulieren den Stoffwechsel (SCFAs, Dopamin), was die Symptome lindert.

Abkürzungen

Diese Abkürzungen beschreiben Entzündungsstoffe, Schutzproteine, Leberwerte und Fettsäuren, die bei Darmproblemen (z. B. Colitis, Reizdarm, Diabetes) gestört sind. Akupunktur und Moxibustion an Punkten wie ST36, ST25, REN12, BL23 regulieren diese, um die Darmflora und Gesundheit zu verbessern.

* ASC (Apoptosis-Associated Speck-Like Protein Containing CARD): Protein für Entzündungen, steigt bei Reizdarm. Moxibustion senkt es.
* Caspase 1: Protein für Entzündungen (aktiviert Entzündungsstoffe wie IL1 beta und IL18), steigt bei Reizdarm. Moxibustion senkt es.
* crP (C-reaktives Protein): Entzündungsmarker im Blut, steigt bei Reizdarm. Moxibustion senkt es.
* DA (Dopamin): Botenstoff im Blut, sank bei Magengeschwüren. Akupunktur erhöht es.
* DD: Darmdurchlässigkeit, sinkt bei Diabetes. Akupunktur erhöht sie. GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase): Leberwert, steigt bei Diabetes. Akupunktur senkt ihn.
* GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase): Leberwert, steigt bei Diabetes. Akupunktur senkt ihn.
* HDL (High-Density-Lipoprotein): Gutes Cholesterin, bleibt bei Diabetes stabil. Akupunktur erhöht es.
* IL1 beta (Interleukin 1 beta): Entzündungsstoff, steigt bei Reizdarm/Arthritis. Moxibustion senkt ihn.
* IL12 (Interleukin 12): Entzündungsstoff, steigt bei Colitis ulcerosa. Moxibustion senkt ihn.
* IL18 (Interleukin 18): Entzündungsstoff, steigt bei Reizdarm. Moxibustion senkt ihn.
* IL4 (Interleukin 4): Entzündungshemmender Stoff, sinkt bei Streß. Akupunktur erhöht ihn.
* IL6 (Interleukin 6): Entzündungsstoff, steigt bei Stress/Fettleibigkeit. Akupunktur senkt ihn.
* Myeloperoxidase: Enzym für Entzündungen, steigt bei Reizdarm. Moxibustion senkt es.
* NLRP6 (NOD-Like Receptor Family Pyrin Domain Containing 6): Protein für Darmschutz, sinkt bei Reizdarm. Moxibustion erhöht es.
* SCFAs (Short-Chain Fatty Acids): Kurzkettige Fettsäuren, sinken bei Schlaganfall. Akupunktur erhöht sie.
* TFF (Trefoil-Faktor): Schutzprotein im Darm, sinkt bei Magengeschwüren. Akupunktur erhöht es.
* TNF alpha (Tumor Necrosis Factor alpha): Entzündungsstoff, steigt bei Colitis/Arthritis. Moxibustion senkt ihn.
* VIP (Vasoaktives Intestinales Peptid): Hormon für Darmfunktion, sinkt bei Magengeschwüren. Akupunktur erhöht es.

Darmflora

Quellenlage
Treffer 1 findet sich im Text von Rotenon:
Inhaltsübersicht: Rotenon ist ein Furocumarin. Es wirkt auf unterschiedliche Spezies unterschiedlich giftig. In der Grundlagenforschung kommt ihm bei der Erforschung des Morbus Parkinson eine Bedeutung zu, weil es bei Nagetieren wie Mäusen einen Morbus Parkinson auslöst, indem es die Funktion des für den Dopaminstoffwechsel mitverantwortlichen alpha Synucleins stört . Zudem blockiert es, als Toxin eingesetzt die, in den Mitochondrien lokalisierte Atmungskette (Hemmung der ATP- Bildung).

Direkt toxisch wirkt Rotenon durch Blockierung des Citratzyklus (Atmungskette via inneren Membran der Mitochondrien). Über aerobe Glykolyse kann eine betroffene Zelle kein ATP mehr produzieren. Und das führt natürlich speziell im zentralen Nervensystem schon kurzfristig zu massiven Schäden. Dieser Mechanismus ist bei Tiermodell mit Injektion von Rotenon in die Substantia nigra relevant.

Aber auch ein zweiter Mechanismus ist erwähnenswert: Rotenen kann theoretisch auch beim Menschen einen Morbus Parkinson auslösen. Dieser Fall könnte unter dem Oberbegriff Synukleinopathie im Sinne einer neurodegenerativen Erkrankungen interpretiert werden. Relevant sind hierbei die intrazellulären Ablagerung von fehlgefaltetem Alpha-Synuclein, das über Nervenbahnen die Gehirn und Darm verbinden die Substantia nigra erreichen und dort die dopaminergen Neurone schädigen. Folge ist dann ein Morbus Parkinson.

Rotenon-Injektionen können die Expression von TNF-alpha auch im Dickdarmgewebe erhöhen, weil sie oxidativen Streß und Entzündungsreaktionen auslösen:
  • Rotenon hemmt die mitochondriale Atmungskette, was zu oxidativem Stress führt. Dieser Stress aktiviert entzündliche Signalwege, darunter NF-kappaB, das die TNF-alpha-Produktion steigert.
  • Durch Rotenon induzierte Neuroinflammation kann über die Darm-Hirn-Achse auch entzündliche Prozesse im Darm verstärken. Die Mikroglia-Aktivierung im Gehirn setzt entzündliche Mediatoren frei, die über das Blut in den Darm gelangen.
  • Rotenon kann die Darmflora (Mikrobiom) verändern, was zu einer erhöhten Permeabilität der Darmbarriere führt. Dadurch gelangen bakterielle Endotoxine in das Gewebe und verstärken die TNF-alpha-Produktion.
  • Chronische Entzündungen im Darm könnten eine Rolle bei der Pathogenese der Parkinson-Krankheit spielen. Spekulativ könnte TNF-alpha zur Degeneration dopaminerger Neuronen beitragen.
  • Quelle©: AkuData / AcuData, Infodatei Rotenon; (Hinweis: ADI hierfür nicht vorgesehen)
    Treffer 2:
    Begriff: Darmflora
    Inhaltsübersicht: Darmflora bezeichnet die, im Darm anzutreffenden Bakterien. Diese können auch über eine DNA-Analyse ermittelt werden. Die Darmflora ändert Zusammensetzung und Vielfalt beispielsweise bei Colitis ulzerosa.

    So gelten Bifidobacterium, Lachnospiraceae und Lactobacillus als typische, im gesunden Dickdarm vorkommende Bakterien, während Clostridium bifermentans, Escherichia coli und Bacteroides fragilis eher typisch für Dickdarmentzündungen sind.
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Moxibustion hemmt Interleukin 12 und Tumornekrosefaktor alpha und moduliert die Darmflora bei Ratten mit ulzeröser Colitis
    (Kombination REN6 und ST25 - Ratte)
    Inhaltsübersicht: Bei Ratten mit Colitis ulzerosa veränderte sich die Darmflora und das Dickdarmgewebe exprimierte vermehrt Interleukin 12 (IL12) und Tumornekrosefaktor alpha (TNF) (jeweils Signifikanz). Moxibustion an der Kombination verbesserte alle Parameter signifikant. Das Modell war durch, aus dem Darm von Patienten mit Colitis ulzerosa gewonnener freier Flüssigkeit und deren Einbringung in den Rattendarm erstellt worden.
    Wang XM, Lu Y, Wu LY, Yu SG, Zhao BX, Hu HY, Wu HG, Bao CH, Liu HR, Wang JH, Yao Y, Hua XG, Guo HY, Shen LR. Moxibustion inhibits interleukin-12 and tumor necrosis factor alpha and modulates intestinal flora in rat with ulcerative colitis. World J Gastroenterol. 2012 Dec 14;18(46):6819-28. doi: 10.3748/wjg.v18.i46.6819.
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Einfluß der Elektroakupunktur auf die Flora des Darms bei Colitis ulcerosa der Ratte
    (Kombination ST25, ST36 und ST37 (15-25 Hz, 0.1 mA) - Ratte)
    Inhaltsübersicht: Die Kombination ST25, ST36 und ST37 reduziert bei Colitis ulcerosa nicht nur die Aktivität der Krankheit, sondern wirkt auch auf die Darmflora protektiv.
    Hou TS, Han XX, Yang Y, Zhao JL, Ren YD, Yu SG, Wu QF. [Effect of electroacupuncture intervention on enteric microecology in ulcerative colitis rats]. Zhen Ci Yan Jiu. 2014 Feb;39(1):27-34. Chinese.
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Akupunktur bei Ratten mit streßinduzierten Magenulcera
    (Kombination REN12 und ST36 - rat)
    Inhaltsübersicht: Unter chronischem Streß entwickelten Ratten Magenulcera, im Serum sanken Interleukin 4 und es stieg Interleukin 6. Akupunktur an der Kombination REN12 und ST36 beeinflußte alle Parameter gegenteilig und war dabei Omeprazol gegenüber überlegen (jeweils Signifikanz).
    Xue T, Wang LJ, Wu YQ, Wang TN, Zhao JY, Li JT, Ma JJ, Fu CL, Zhang P, Shao YX, Yang YC, Zhou ZX, Ma HF. [Effect of acupuncture on serum inflammatory cytokines and intestinal flora in rats with stress-induced gastric ulcer]. Zhen Ci Yan Jiu. 2020 May 25;45(5):379-83. Chinese. doi: 10.13702/j.1000-0607.190929. PMID: 32447852.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Wirkung der Moxibustion auf Darmflora und Entzündungswerte bei Ratten mit Reizdarm
    (Kombination ST25 und ST36 - Ratte)
    Inhaltsübersicht: Bei Ratten war ein Reizdarmsyndrom erzeugt worden (mittels Trinitrobenzolsulfonsäure). Dabei sanken die Schmerzschwelle bei colorektaler Aufdehnung, der Anteil von Escherichia coli an der Darmflora und die Expression von NLRP6 (engl.: NOD-like receptor family pyrin domain containing 6) im Dickdarm; gleichzeitig nahmen die Anteile von Lactobacillus B, Bifidobacterium und Faecalibacterium prausnitzii zu und im Colon stiegen Interleukin 1beta, Interleukin 18, Myeloperoxidase, ASC (engl.: apoptosis-associated speck-like protein containing CARD) und Caspase 1 (engl.: cysteinyl-aspartate-specific proteinase 1), sowie im Blut das crP (jeweils Signifikanz). Moxibustion an ST25 und ST36 (nicht Schein- Moxibustion) beeinflußte alle Parameter jeweils signifikant gegenteilig (hin zu Normalwerten).
    Bao CH, Wang CY, Li GN, Yan YL, Wang D, Jin XM, Wu LY, Liu HR, Wang XM, Shi Z, Wu HG. Effect of mild moxibustion on intestinal microbiota and NLRP6 inflammasome signaling in rats with post-inflammatory irritable bowel syndrome. World J Gastroenterol. 2019 Aug 28;25(32):4696-4714. doi: 10.3748/wjg.v25.i32.4696. PMID: 31528095; PMCID: PMC6718040.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Bei Arthritis reduziert Moxibustion die Expression proinflammatorischer Zytokine und reduziert die Beschwerden
    (Kombination BL23 und ST36 - Ratte)
    Inhaltsübersicht: Nach Wind-, Nässe- und Kälte-Exposition von Ratten sowie Injektion von Freunds Adjuvans traten bei Ratten deutliche Schwellungen und Symptome von Arthritis, sowie ein Ansteigen der Expressionen von Interleukin 1 beta (IL1), IL6 und Tumornekrosefaktor alpha (TNF) im Dickdarmgewebe auf (jeweils Signifikanz). Gleichzeitig fanden sich Veränderungen der Dickdarmflora. Infolge Moxibustion reduzierten sich die klinischen Symptome, IL1, IL6 und TNF jeweils signifikant und die Flora normalisierte sich bis zu einem gewissen Grad.
    Zhu Y, Zhang M, Zhao C. [Effect of moxibustion at Zusanli (ST 36) and Shenshu (BL 23) on intestinal flora in adjuvant arthritis rats]. Zhongguo Zhen Jiu. 2021 Oct 12;41(10):1119-25. Chinese. doi: 10.13703/j.0255-2930.20201010-k0003. PMID: 34628745.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Akupunktur mindert die Fehlbesiedelung des Darm bei Mäusen mit Morbus Parkinson
    (Kombination GB34 und ST36 - Maus)
    Inhaltsübersicht: Bei Mäusen waren mittels des Neurotoxins MPTP Fehlbesiedelung des Darms und Morbus Parkinson (motorische- und Angst- Störungen, Beeinträchtigung von dopaminergen Fasen und Zellen in Striatum und Substantia nigra). Akupunktur reduzierte motorische- und Angst- Störungen, steigerte die Anzahl dopaminerger Fasen und Zellen und beeinflußte 18 Arten von Darmflora. Dabei zeigen sich Butyricimonas, Holdemania, Frisingicoccus, Gracilibacter, Phocea und Aestuariispira als deutlich korrelierend mit Angst- und motorischen Störungen. Die Autoren schlossen daher auf einen Zusammenhang.
    Jang JH, Yeom MJ, Ahn S, Oh JY, Ji S, Kim TH, Park HJ. Acupuncture inhibits neuroinflammation and gut microbial dysbiosis in a mouse model of Parkinson's disease. Brain Behav Immun. 2020 Oct;89:641-655. doi: 10.1016/j.bbi.2020.08.015. Epub 2020 Aug 19. PMID: 32827699.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Akupunktur mindert die Stoffwechselstörungen bei fettgefütterten Ratten durch Regulation der Leberfunktion und der Darmbesiedelung
    (Kombination GB26, REN12, ST36 und ST40 ([2 Hz]) - Ratte (ZDF))
    Inhaltsübersicht: Wurde Ratten mit Diabetes mellitus Typ II (ZDF-Ratten) fett gefüttert, so stiegen (Nüchtern-)Blutzuckerspiegel, Insulinspiegel, GPT, GOT, Gesamtcholesterin (in Blut und Leber), Triglyceride (in Blut und Leber), Lebergewicht, und es sanken Glukosetoleranz und DD (jeweils Signifikanz). HDL zeigte keine Signifikanz. Die Zusammensetzung des Mikrobioms des Darms änderte sich deutlich. Akupunktur beeinflußte alle Parameter jeweils gegenteilig, steigerte HDL und beeinflußte ebenfalls das Mikrobioms des Darms deutlich (jeweils Signifikanz).
    Ding L, Teng R, Zhu Y, Liu F, Wu L, Qin L, Wu X, Liu T. Electroacupuncture treatment ameliorates metabolic disorders in obese ZDF rats by regulating liver energy metabolism and gut microbiota. Front Endocrinol (Lausanne). 2023 Jun 27;14:1207574. doi: 10.3389/fendo.2023.1207574. PMID: 37441502; PMCID: PMC10335763.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Akupunktur lindert ernährungsbedingte entzündliche Darmveränderungen
    (Kombinationen ST36 + ST40 und REN12 + ST25 + REN4 und ST36 + ST40 + REN12 + ST25 + REN4 verglichen (je [2 Hz], 1 mA) - Ratte)
    Inhaltsübersicht: Wurden Ratten über acht Wochen fett gefüttert, so stiegen im Vergleich zu artgerecht gefütterten Ratten Körpergewicht und Menge der Nahrungsaufnahme und in der Wand des Dünndarms Interleukin 6 und Tumornekrosefaktor alpha, zudem kam es zu Veränderungen des Darm-Mikrobioms. Akupunktur an ST36 + ST40 + REN12 + ST25 + REN4 veränderte alle Parameter jeweils signifikant gegenteilig und reduzierte auch die Dysbiose (die Kombination war dabei den beiden Teilkombinationen überlegen.
    Zhou YD, Yang SR, Wang YY, Lu W, Chen L, Liang FX. [Effect of electroacupuncture at different acupoint combination on intestinal inflammatory response and intestinal flora in obese rats]. Zhongguo Zhen Jiu. 2022 Oct 12;42(10):1145-52. Chinese. doi: 10.13703/j.0255-2930.20211014-0001. PMID: 37199206.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Elektroakupunktur lindert Magengeschwüre in Verbindung mit der Modulation der gastroduodenalen Mikrobiota bei Mäusen
    (Einzelpunkte LI10 und ST36 ([4 Hz / 50 Hz]) verglichen - Maus (Kunming, SPF))
    Inhaltsübersicht: Mittels Applikation reinen Alkohols in den Magen wurden bei Mäusen Gewebeschäden in Magen und Zwölffingerdarm ausgelöst, wobei sich dort gleichzeitig die enterale Besiedelung (Mikrobiota) änderte und im Blut Dopamin (DA), Trefoil-Faktor (TFF) und vasoaktives intestinales Peptid (VIP) jeweils signifikant sanken. Akupunktur an ST36 (nicht LI10) steigerte DA, TFF und VIP jeweils signifikant. ST36 und LI10 linderten jedoch beide die Gewebeschäden und die Veränderung der Besiedelung.
    Li X, He F, Tuo X, Qiu Y, Guo J, Wu Y, Meng X, Yang Z. Electroacupuncture ameliorates peptic ulcer disease in association with gastroduodenal microbiota modulation in mice. Front Cell Infect Microbiol. 2022 Aug 19;12:935681. doi: 10.3389/fcimb.2022.935681. PMID: 36061878; PMCID: PMC9437313.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Wirkung der Elektroakupunktur auf kurzkettige Fettsäuren im peripheren Blut nach temporärem Verschluß einer Hirnarterie
    (Kombination LI11 und ST36 ([1 Hz / 20 Hz]) - Ratte)
    Inhaltsübersicht: Nach temporärer Verschluß einer Hirnarterie und anschließender Reperfusion traten bei Ratten ein erhebliches Infarktvolumen, deutliche motorische und neurologische Störungen, sowie im Blut niedrigere Konzentrationen von Essigsäure, Propionsäure und der SCFAs (Short-Chain Fatty Acids, SCFAs) auf (jeweils Signifikanz). Akupunktur beeinflußte alle Parameter jeweils signifikant gegenteilig.
    Ke X, Xiang Q, Jiang P, Liu W, Yang M, Yang Y, Shi D, Chen L, Tao J. Effect of Electroacupuncture on Short-Chain Fatty Acids in Peripheral Blood after Middle Cerebral Artery Occlusion/Reperfusion in Rats Based on Gas Chromatography-Mass Spectrometry. Mediators Inflamm. 2022 Aug 23;2022:3997947. doi: 10.1155/2022/3997947. PMID: 36052308; PMCID: PMC9427317.-
    Literatur assoziiert mit Treffer 2:
    Begriff: Wirkung der Elektroakupunktur auf die Darmflora bei Ratten mit Streßinkontinenz
    (Kombination BL23 und BL35 (+NAP) ([4 Hz / 20 Hz]) - Ratte)
    Inhaltsübersicht: Nach vaginaler Dilatation und beidseitiger Ovarektomie kam es bei weiblichen Ratten zur Streßinkontinenz. Dabei sanken der maximale Blasendruck und die maximale Blasenkapazität jeweils signifikant. Elektroakupunktur an der Kombination BL23 und BL35 steigerte beide jeweils signifikant. Wurden nahegelegene Nicht-Akupunkturpunkte (NAPs) stimuliert, so zeigte sich keine Wirkung.
    Li C, Qu Z, Liu J, Ruan S, Chen B, Ran J, Shu W, Chen Y, Hou W. Effect of electroacupuncture on the intestinal microflora in rats with stress urinary incontinence. Front Endocrinol (Lausanne). 2022 Jul 29;13:860100. doi: 10.3389/fendo.2022.860100. PMID: 35992152; PMCID: PMC9390059.-
    Quelle©: AkuData / AcuData, Infodatei Darmflora; (Hinweis: ADI hierfür nicht vorgesehen)
    Integrative Medizin (Darmflora) - Quellen:
    www.AkuData.de: [Quelleneinbindung unter den jeweiligen Texten angegeben]
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